Buchtipp: Burgund. Das verschwundene Reich.

  • März 18, 2020

Burgund. Das verschwundene Reich. Eine Geschichte von 1111 Jahren und einem Tag

Bart van Loo

Burgund ist ein Wunder. Das mächtige Reich, das sich im 14. und 15. Jahrhundert zwischen Deutschland und Frankreich schob, vereinte spätmittelalterliche Hochkultur mit einer Blüte von Renaissance und Humanismus. Bart Van Loo erzählt die Geschichte des Reiches von der Antike bis zu seinem plötzlichen Untergang um 1500 so spannend, dass sich dem Leser die Welt der Ritterturniere und Stundenbücher, der Herzöge und Handelsstädte, die Welt Jan van Eycks und François Villons unvergesslich einprägt.

Bart Van Loo präsentiert die Geschichte Burgunds wie ein sich immer weiter zuspitzendes Drama in 1111 Jahren und einem Tag: Das "vergessene Millennium" reichte vom antiken Königreich Burgund bis zum mittelalterlichen Herzogtum, das durch seine Burgen und Klöster - nicht zuletzt Cluny und Cîteaux - weit über seine Grenzen hinaus ausstrahlte. Im "burgundischen Jahrhundert" entstand ein glanzvolles Reich von Dijon im Süden bis nach Brügge, Antwerpen und Amsterdam im Norden, das in einem "verhängnisvollen Jahrzehnt" beinahe zum Königreich wurde und bald darauf unterging. Mit dem letzten burgundischen Herzog Karl begann bereits eine neue Zeit: Als Kaiser Karl V. machte er die Habsburger zur Großmacht und beherrschte ein Weltreich.

Bart Van Loo, geboren 1973 , Historiker und Schriftsteller, ist im niederländischsprachigen Raum mit profunden Büchern zur französischen Geschichte und Kultur sowie als begnadeter Vermittler historischer Themen auf Bühnen und im Fernsehen bekannt geworden. Neben der Geschichte Burgunds gehören eine dreibändige Kulturgeschichte Frankreichs, eine geniale Geschichte Frankreichs in Chansons und eine mitreißend erzählte Napoleon-Biographie zu seinen größten Erfolgen. Bart Van Loo lebt mit seiner Familie in Westflandern.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke
Erscheint am 16. März 2020
Fester Einband, 656 Seiten
ISBN: 978-3-406-74927-8
C.H. Beck
Erscheinungsdatum: März 2020 

Bart Van Loo c Stephan Vanfleteren
Bart Van Loo c Stephan Vanfleteren